Meldungen



Wollen für zukunftsfähige Straßeninfrastruktur arbeiten

Passau. Der Straßenbau ist oftmals ein brisantes – und auch emotionales – Thema. „Da ist es umso wichtiger, dass wir regelmäßig zusammenkommen und miteinander reden“, betont Thomas Erndl anlässlich seines Besuches bei Robert Wufka, dem Leiter des Staatlichen Bauamts Passau.

Mit sechs zu betreuenden Landkreisen plus zwei kreisfreien Städten führt Wufka das größte Bauamt Bayerns und gibt Erndl auch einen topographischen Einblick: Die Region ist geteilt in den eher bergigen und felsigen Bereich im Norden und dem eher flachen Bereich im Süden, die Ansprüche sind dabei sehr unterschiedlich. Der bauliche Aufwand im bayerischen Wald ist natürlich größer, außerdem sehe man dies auch am Winterdienst, erklärt Wufka. Die Autobahnen A3 und A92 sowie die Bundesstraßen B11, B12, B20, B388 und B85 bilden die Hauptträger der Verkehrslast in Niederbayern. Für die Autobahnen ist die Autobahndirektion zuständig, das Staatliche Bauamt für Bundes- und Staatsstraßen. Ab einer Größe von 25.000 Einwohnern sind die Gemeinden für Staatsstraßen selbst verantwortlich.

Wufka schätzt die Dezentralisierung des Bauamtes, mit den Außenstellen sei eine Arbeit „näher an den Projekten“ möglich. Auch die Vernetzung mit Bürgermeistern und Bürgern vor Ort könne so leichter stattfinden, „gerade in Zeiten, in denen die Akzeptanz von Straßenbaumaßnahmen immer wichtiger wird, ist dies ein erheblicher Vorteil“, ergänzt Thomas Erndl.

Ziel sei ein leistungsfähiges Straßennetz in Niederbayern, das sowohl eine gute Vernetzung in der Region bietet, aber auch die Anbindung an die Autobahnen und somit an den Flughafen und die Ballungszentren im Blick hat. Aktuelle Projekte in der Region umfassen unter anderem den Tunnel Auerbach auf der B533, die Umfahrung Plattling sowie die Umgestaltung der Kreuzung Ort an der B12 bei Freyung, erläutert Wufka.

Auch wenn es manchmal Differenzen bei den Vorstellungen über den Straßenbau gebe und nicht alle Projekte gleichzeitig realisiert werden könnten, unterstreichen Wufka und Erndl den Wert der gemeinsamen Arbeit: „Wir wollen die Straßeninfrastruktur in Niederbayern voranbringen.“

 

Bild: Gemeinsame Arbeit für die Region: Bauamtsleiter Robert Wufka (l.) und MdB Thomas Erndl (r.).

JS   |   16.05.2018

Neuigkeiten