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Sichere Zukunft unserer Erde ist gemeinsames Ziel

Deggendorf. Marie, Felicitas, Minh und David – so heißen die vier Schüler von Fridays For Future Deggendorf, die sich mit dem Bundestagsabgeordneten Thomas Erndl am Comenius-Gymnasium zur Diskussionsrunde trafen. „Ich finde es wichtig, den Jugendlichen zuzuhören, wir alle haben ein gemeinsames Ziel: die sichere Zukunft unserer Erde und eine lebenswerte Umwelt“, so der Abgeordnete.

Generell sei das Engagement für mehr Klimaschutz äußerst lobenswert, auch zeigte sich der Abgeordnete beeindruckt von der Organisation von Fridays For Future, das mittlerweile über feste Ortsgruppen verfügt, Marie und Minh sind Sprecher der Deggendorfer Gruppe. Auch dass die Schüler für den Sommer eine Müllsammelaktion während der Freizeit planen, zeige, „dass es ihnen Ernst sei und sie da viel Herzblut und Engagement reinstecken.“ Die Schüler berichteten auch, dass viele von ihnen auf ihren Fleischkonsum achten oder auch ganz darauf verzichten würden, um so zum Klimaschutz beizutragen. Hier waren sich alle einig: Jeder muss seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten und kann damit schon bei sich selbst anfangen.

Nicht einig waren sich der Abgeordnete und die Klimaschutzaktivisten beim Thema Schulpflicht. Während Erndl sich wünscht, dass die Demonstrationen außerhalb der Schulzeit stattfinden würden und dies „auch mehr Glaubwürdigkeit mit sich bringen würde“, betonen die vier Schüler, dass die Demos ohne Schulstreiks nie die entsprechende Aufmerksamkeit erhalten hätten. Es gehe darum, Druck aufzubauen und schnell zu handeln, betonten die Jugendlichen, denn die Zeit sei äußerst knapp.

Unter anderem wünscht man sich bei Fridays For Future Deggendorf deutlich spürbare Fortschritt beim Einsatz von alternativen Energien sowie beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Die Jugendlichen sehen sich als eine Art „Notbremse“ und fordern von den Politikern schnellere Lösungen in Sachen Klimaschutz. „Die Aufmerksamkeit, die für das Thema geschaffen wurde ist wichtig, aber mir ging es auch darum, zu zeigen, dass die Politik sich durchaus für den Klimaschutz einsetzt. Oft ist das gar nicht so bekannt, so wie bei der Ökosteuer, die bei Strom und Kraftstoffen erhoben wird. Auch hier stimmen wir überein, dass man von politischer Seite ein größeres Bewusstsein für den Klimaschutz in der Bevölkerung schaffen muss“, berichtet Erndl.

Von Seiten der Schüler herrschte auch Verständnis dafür, dass die Politik zwischen verschiedenen Aspekten wie dem Klimaschutz und der wirtschaftlichen Entwicklung abwägen müsse. Sie wünschten sich, dass unter anderem die Autoindustrie mehr auf alternative Antriebe setze, um wirtschaftlichen Fortschritt und Klimaschutz unter einen Hut zu bringen. Es handele sich bei den Jugendlichen „nicht um planlose Aktivisten, sondern um informierte junge Erwachsene, die sich für die Zukunft engagieren, den Dialog suchen und der Politik dementsprechend Druck machen wollen“, fasst Erndl zusammen.

 

Bild: Diskutierten über Klimaschutz und Schulpflicht (v.l.n.r.): Marie, Felicitas, MdB Thomas Erndl, Minh und David.

JS   |   05.04.2019

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