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Setzen auf duale Ausbildung

Osterhofen. „Ganz in seinem Element“ fühlte sich der Bundestagsabgeordnete Thomas Erndl während seines Besuchs bei der Firma Schiller in Osterhofen. Fördertechnik, Reinraumtechnik sowie IT-Lösungen stehen im Portfolio des Unternehmens. Für Thomas Erndl, der Elektrotechnik studierte und eine Ausbildung zum Energieelektroniker absolvierte, war der Besuch „eine Art berufliches Heimspiel.“

Die Ausbildung seiner Mitarbeiter liegt Geschäftsführer Ewald Schiller besonders am Herzen. Nicht nur an den Lehranlagen, auch in der echten Produktion sollen die Azubis Erfahrungen sammeln. „Wichtig ist, dass man den Leuten etwas zutraut und sie auch machen lässt. Wir haben jedes Jahr um die zwölf neue Azubis, insgesamt 35 bis 40, die werden nach Abschluss zum Großteil übernommen, viele gehen aber auch weiter auf die Schule und kommen dann wieder zurück. Es ist schön zu sehen, wie sich die Mitarbeiter entwickeln.“ Um die Fachkräfte der Zukunft zu finden, hält das Unternehmen engen Kontakt zu den Real- und Mittelschulen im Umkreis und auch zur TH Deggendorf. „Wir setzen auf das duale Ausbildungssystem, für das uns die ganze Welt bewundert“, darin sind sich Schiller und Erndl einig. Erndl betonte, dass die Firma auch ein Beispiel für die Chancen von Hochschulabsolventen im ländlichen Raum sei: „Die Entwicklungsmöglichkeiten sind sehr gut und die Lebenshaltungskosten geringer als in den Ballungsräumen.“ Und auch immer mehr junge Frauen würden sich mittlerweile für die Elektrotechnik interessieren, berichtete Schiller. „Die weiblichen Auszubildenden sind super engagiert, die machen das, weil sie es machen wollen.“

Von der Politik erhofft sich Ewald Schiller einen „vernünftigen Umgang“ rund um das Thema Diesel. Für die regionale Wirtschaft sei zudem eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen sehr wichtig. In Osterhofen wurde kürzlich das dritte Gebäude des Unternehmens fertiggestellt. Gerade mit Blick auf den Firmenstandort hofft Ewald Schiller auch auf ein zügiges Voranschreiten des Ausbaus des Hochwasserschutzes. „Diese drei Punkte kann ich voll und ganz unterstützen“, betonte Thomas Erndl zum Abschluss des Gesprächs, auf das ein Rundgang durch den Betrieb folgte.

 

Bild: Geschäftsführer Ewald Schiller (r.) und MdB Thomas Erndl (l.) beim Betriebsrundgang.

 

JS   |   21.11.2018

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