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Schwierige Standortbedingungen berücksichtigen

Grafling. „Grafling hat 46 Quadratkilometer Fläche auf einer Höhenlage von 300-1000 Metern. Das bringt schon einige Herausforderungen mit sich“, betont Bürgermeister Willibald Zißlsberger beim Besuch von MdB Thomas Erndl.

Ein großes Gemeindegebiet bedeutet natürlich lange Wege. „Im Winter, der bei uns ohnehin länger ist als in vielen anderen deutschen Kommunen, haben wir vier Fahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz, um den Bürgern sichere Wege zu ermöglichen. Wir haben auch zwei Buslinien um die Kinder in die Grundschule zu bringen“, erklärt der Bürgermeister.

„Auch der Waldbahnanschluss in Grafling ist gut und wir haben eine wunderschöne Landschaft, doch ich würde mir von der großen Politik mehr Rücksichtnahme auf die Standortbedingungen wünschen“, so Zißlsberger, der sich als ehrenamtlicher Bürgermeister in seiner dritten Amtsperiode befindet. Die Kommunen sind beispielsweise für den Erhalt der Bahnbrücken zuständig. Grafling hat sieben dieser Brücken, zwei davon sind denkmalgeschützt, doch trotz Zuschüssen sei die finanzielle Belastung überaus hoch.

Ein weiteres Anliegen ist Zißlsberger der Ausbau der B11. Dazu gehören der Lärmschutz in Grafling und ein durchgehender dreispuriger Ausbau. „Der ständige Wechsel zwischen zwei und drei Spuren ist gefährlich und führt dazu, dass ständig gebremst und Gas gegeben wird“, beklagt der Bürgermeister.

Dass auch die Politik in Berlin den ländlichen Raum im Auge haben muss, darin sind sich Erndl und Zißlsberger einig. „Und was die B11 angeht, werden wir beharrlich bleiben, auch wenn es noch viele Jahre dauern wird, bis diese wichtige Verbindung durchgehend ausgebaut ist“, betont Thomas Erndl.

 

Bild: Vor dem Graflinger Wappen: Bürgermeister Willibald Zißlsberger (l.) und MdB Thomas Erndl (r.).

JS   |   20.09.2018

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