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Offizieller Start für „den Neuen“: Thomas Erndl ist nun MdB

Berlin. Gewählt ist Thomas Erndl ja schon, aber am 24. Oktober ist es dann endlich soweit: Als Gewinner des Direktmandats für den Bundeswahlkreis 227, so heißt der Wahlkreis offiziell, ist der 43-Jährige nun auch Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Wahlen haben zwar bereits am 24. September stattgefunden, doch erst mit der konstituierenden Sitzung vom 24. Oktober werden die neu ins Parlament gewählten Kandidaten zu Abgeordneten.

Erndl, der zuvor als Elektroingenieur gearbeitet hat, freut sich auf seine neue, verantwortungsvolle Aufgabe: „Ich hatte jetzt einen Monat lang Zeit, alles kennenzulernen. Ich war schon einige Male in Berlin und kann mich voll auf mein Mandat als direkt gewählter Abgeordneter konzentrieren.“ Der Bundestagsabgeordnete weiß, dass viel Arbeit auf ihn und seine Kolleginnen und Kollegen zukommen wird, neben den Jamaika-Koalitionsverhandlungen und dem Umgang mit der AfD, müsse die Politik klare Antworten liefern: „Uns stehen viele Herausforderungen bevor: Von der digitalen Infrastruktur über soziale Themen wie Rente und Pflege, bis hin zu internationalen Konflikten – da gibt es verschiedenste Bereiche, in die ich mich nun gründlich einarbeiten muss.“ Der Künzinger betont dabei, dass er stets zuversichtlich in die Zukunft blicke: „Herausforderungen bedeuten meist auch eine Chance, an der man wachsen kann.“

Über 30 Jahre war Erndls Vorgänger, Barthl Kalb, für seinen Wahlkreis in Berlin im Einsatz. Vor Kalbs Arbeit habe er großen Respekt, so Erndl. Kalb sei all die Jahre im ganzen Wahlkreis präsent gewesen und hätte dabei „stets ein offenes Ohr für die Menschen gehabt“. Auch der dreifache Familienvater Erndl verspricht, sich um „seine“ Bürgerinnen und Bürger zu kümmern: „Ich werde die Termine daheim wahrnehmen. Mein Wahlkreis hat eine riesige Fläche und ich werde viel im Auto sitzen – aber genau deshalb habe ich mich zur Wahl gestellt: Weil ich den Menschen aus meiner ländlichen Heimat eine Stimme geben will. Darum möchte ich auch so oft es geht vor Ort sein.“ Damit er auch in Berlin immer an die Heimat denkt, hat Barthl Kalb seinem Nachfolger eine Karte des Wahlkreises für sein Berliner Büro überreicht. Obwohl der Bundeswahlkreis offiziell mit „Deggendorf“ betitelt wird, umfasst er tatsächlich Kommunen aus drei Landkreisen: Deggendorf, Freyung-Grafenau und erstmals auch vier Gemeinden aus Passau: Aicha vorm Wald, Eging a. See, Fürstenstein und Hofkirchen. Für diese möchte Erndl nun eine „starke Stimme in Berlin“ sein.


Bild: Für sein Berliner Büro überreicht Barthl Kalb (r.) seinem Nachfolger Thomas Erndl (l.) eine Karte des heimischen Wahlkreises.

JS   |   24.10.2017

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