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Neureichenau setzt auf Bildung und Breitband

Neureichenau. Aufgrund eines unvorhergesehenen Termins konnte Neureichenaus Erster Bürgermeister Walter Bermann den Antrittsbesuch von MdB Thomas Erndl nicht wahrnehmen. Dafür kam sein Stellvertreter Wilhelm Sitter gleich mit Verstärkung: Kämmerin Martina Anzenberger berichtete über die finanzielle Lage der Gemeinde. Sitter bestätigte: „Wir sind finanztechnisch sehr gut aufgestellt. Der Vorgänger hat ein Finanzpolster hinterlassen, das wir gut brauchen können.“

In Sachen Bildung setzt man in Neureichenau auf Qualität: Die Sanierung der Schulen sei stets ein wichtiges Anliegen gewesen, nun stehe die Sanierung der Mittelschulturnhalle an. Lernlandschaften und pädagogische Raumkonzepte sollen den Kindern Freude am Lernen bereiten. Jeder der die Mittelschule verlasse, habe auch eine Lehrstelle. Die Qualität des Kindergartens sei sehr gut und auch von Auswärtigen gerne in Anspruch genommen. Bei der Grundschule stelle sich die Frage, diese in die Mittelschule integriert werden solle und welche Schulstandorte aufrechterhalten werden sollen. Es könne Qualitätsvorteile mit sich bringen, wenn nur in einen Standort investiert werden müsse, auch aus logistischer Sicht wäre eine Vereinfachung zu erreichen. Zentralisierung ist auch beim Bauhof ein Thema: „Der Standort ist nicht optimal, ich würde mir wünschen, dass alle Aufgaben an einem Ort erledigt werden könnten“, so Sitter.

Doch nicht alles soll zentral werden in Neureichenau. Immerhin gibt es fünf Feuerwehren in der Kommune und demnächst soll die Altreichenauer Feuerwehr ein neues Feuerwehrhaus bekommen.

Auch die Themen Wasser und Abwasser beschäftigen die Kommune. Stolz ist Sitter auf die eigene Wasserversorgung in Neureichenau, demnächst müssten aber Lösungen für die stark ausgelastete Kläranlage am Campingplatz Lackenhäuser sowie die Sanierung des Kanalnetzes in Angriff genommen werden.

Fit ist Neureichenau beim Thema Breitband, im Gespräch mit dem Breitbandbeauftragten Andreas Rothbauer wurde MdB Erndl auf den neuesten Stand gebracht: Insgesamt zwei Millionen Euro wurden bereits investiert, die Quote der Förderung belief sich auf 80 Prozent.

„Es steht viel an. Wir können nicht stehenbleiben. Von Vorteil ist, dass wir diese Herausforderungen auch aufgrund eines guten Miteinanders im Gemeinderat bewerkstelligen können“, fasste Sitter zusammen. Thomas Erndl freute sich über den positiven Geist in Neureichenau: „Aufgaben werden pragmatisch und mit Weitblick angegangen.“

 

Bild: Vor dem Neureichenauer Rathaus (v.l.n.r.): MdB Thomas Erndl, Kämmerin Martina Anzenberger und Zweiter Bürgermeister Wilhelm Sitter.

 

JS   |   06.06.2018

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