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Julien Pursch alias Felix Grunewald

Berlin/Niederalteich. Vom 23. Bis 26. Juni fand im Deutschen Bundestag erneut die Veranstaltung „Jugend und Parlament“ statt. 355 Jugendliche stellten in einem Planspiel das parlamentarische Verfahren nach. Dafür wurden sie von Mitgliedern des Bundestages nominiert. Die Teilnehmer im Alter von 17 bis 20 Jahren übernahmen für vier Tage die Rolle von Abgeordneten und haben vier Gesetzesentwürfe beraten. Julien Pursch (18) aus Niederalteich wurde von MdB Thomas Erndl nominiert.

Zur Debatte standen Entwürfe zu chancengleichen Bewerbungen, zur Einführung von Pfand auf Kaffeebechern, zur Einführung von Elementen direkter Demokratie sowie zur Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer von der EU geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien.

Julien Pursch war als Felix Grunewald Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und gehörte der „Bewahrungspartei (BP)“ an. Diese ist vergleichbar mit der CDU/CSU. Der Fraktion der BP gehörten 134 Mitglieder an. Diese gliederte sich in fünf Landesgruppen. Die Spielrolle Felix Grunewald war 57 Jahre alt, verheiratet und hatte keine Kinder. Mit dieser fiktiven Rolle brachte es der engagierte Jugendliche zum Fraktionsvorsitz der Bewahrungspartei im Planspiel. Er leitete die Fraktion nach den Vorgaben der Positionen des Planspiels und führte Gespräche mit den Fraktionschefs der gegnerischen Regierungskoalition. Die Bewahrungspartei war im Planspiel die größte Fraktion und auch die einzige Oppositionspartei.

Der junge Niederalteicher durfte als Letzter seiner Fraktion im Plenum sprechen. Als Fraktionsvorsitzender der BP gelang es ihm zum Bundeswehreinsatz eine emotionale Rede zu halten, so dass alle Fraktionen dem Antrag zustimmen konnten. Ihm war es zu verdanken, dass das Planspiel mit einer überfraktionellen Einigung zu Ende ging.

Auch wurde Pursch in einem Interview, welches Mitarbeiter des Deutschen Bundestages führten, gefragt, ob er sich vorstellen könnte, einmal selbst eine Position in der Politik zu übernehmen. Darauf antwortete der Niederbayer: „Ich bin in der Jungen Union aktiv und Delegierter auf Landesebene. Jeder spielt mal mit dem Gedanken, hier im Bundestag zu sitzen. Aber ich glaube, ich könnte besser in meiner Heimat kommunale Themen voranbringen. Wenn ich ein Mandat erlangen würde, dann in meiner Heimat Niederalteich!“

Der Besuch im Bundestag war eine große Ehre für Julien Pursch. Diese einzigartige Möglichkeit möchte er nie mehr missen und wünscht sich, dass diese tolle Veranstaltung noch lange weitergeführt wird. Über die Einladung von Thomas Erndl freut sich Pursch noch immer. „Für mich war es der Wahnsinn und einfach nur eine richtig tolle Erfahrung auch mal mit anderen politisch Interessierten Jugendlichen zu diskutieren, neue Kontakte zu schließen und neue Freunde kennen zu lernen“ so Pursch.

 

Bild: Vier Tage lang MdB: Julien Pursch (l.) freute sich über die Einladung von Thomas Erndl (r.) zu Jugend und Parlament.

Team TE   |   03.07.2018

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