Meldungen



Infrastruktur ist ein wichtiges Thema in Iggensbach

Iggensbach. Bürgermeister Wolfgang Haider empfing zusammen mit seinem Stellvertreter Fritz Schwarz den Bundestagsabgeordneten Thomas Erndl im Iggensbacher Rathaus. Die Hauptthemen des Antrittsbesuchs waren vor allem die Finanzschwäche und die Infrastruktur in der Gemeinde.

In Sachen Lärmschutz dürfen sich die Iggensbacher auf eine Entlastung freuen: Im Rahmen der Sanierung der A3, „die 2019 endlich stattfinden muss“, so Haider, wird ein neuer Belag – auch auf dem Brückenabschnitt – angebracht werden. Dieser soll auch die Lärmbelästigung senken.

Die gute Verbindung zur A3 sieht Haider auch als Chance, dies zeige sich in der Nachfrage für das neue Gewerbegebiet. Dieses wurde wegen dem sogenannten „Anbindegebot“ lange in Frage gestellt, „aber mit den jüngsten Entscheidungen im Bayerischen Landtag können wir das nun hoffentlich bald auf den Weg bringen“, erklärte Haider. Es sei die einzige Chance, dass Iggensbach mittelfristig durch mehr Steuer– und Wirtschaftskraft Schulden abbauen und eine stabile Finanzkraft erreichen könne.

Darüber hinaus ist die A3 eine große physische sowie psychische Belastung für die Freiwillige Feuerwehr der Iggensbacher. In Zeiten von Baustellen passierten wöchentlich Unfälle. Hier wünscht sich die Gemeinde mehr finanzielle Unterstützung seitens des Staates. Auch sei der Schutz der Ehrenamtlichen von großer Bedeutung, betonte Fritz Schwarz. „Und wenn ein Baum auf der A3 liegt und unsere Feuerwehr alarmiert wird, dann wird natürlich keiner sagen, dass das eine Sache der Autobahnmeisterei ist und die Feuerwehr nicht ausrückt.“ Die Gemeindekasse belasten ferner auch die Winterschäden an den gemeindlichen Straßen.

Nicht nur in Sachen Verkehr denkt man im Iggensbacher Rathaus an die Zukunft, auch die digitale Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle. „Beim Breitbandausbau schaut es gut aus. Der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen und in Betrieb, der zweite Bauabschnitt wird bald in Angriff genommen und soll nächstes Jahr anlaufen“, berichtete Haider. In Iggensbach gibt es noch einen Arzt, Metzgerei, Bäckerei, Pflegeheim, betreutes Wohnen für Senioren plus Tagespflege, funktionierende Gasthäuser, ein Lebensmittelgeschäft sowie zwei Bankfilialen. „Diese Punkte sind wesentlicher Teil der dörflichen Infrastruktur, es ist gut, dass das hier Bestand hat“, hielt MdB Thomas Erndl fest.

Fit für die Zukunft soll Iggensbach auch bei der Kinderbetreuung sein. Der Kindergarten wurde mit Hilfe von Fördermitteln in leerstehenden Räume der Grundschule errichtet, „die Zusammenarbeit der beiden Institutionen läuft hervorragend“, freute sich Bürgermeister Haider. In diesem Jahr sollen Heizung, Fußböden und Fenster des Schulgebäudes und der Turnhalle saniert werden. Von 60 ausgewiesenen Bauplätzen wurden in den letzten zwei Jahren 58 verkauft. „Wir sind mit dem, was wir die letzten vier Jahre erreicht haben, auf einem guten Weg“, so Bürgermeister Haider.

Um Herausforderungen zu bewältigen, setzt man in Iggensbach auch auf die interkommunale Zusammenarbeit: im Rahmen der ILE Sonnenwald oder auch bei der gemeinsamen Anschaffung und Benutzung von Maschinen. „Schön, dass hier gut mit anderen Kommunen zusammengearbeitet wird“, resümierte Thomas Erndl.

 

Bild: Beim Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Iggensbach (v.l.n.r.): MdB Thomas Erndl, Dritter Bürgermeister Fritz Schwarz sowie der Erste Bürgermeister Wolfgang Haider.

JS   |   07.05.2018

Neuigkeiten