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Hochwasserschutz muss Luft für die Zukunft lassen

Osterhofen. Liane Sedlmeier legt Wert auf den sozialen Zusammenhalt in der Stadt Osterhofen. Dies wurde auch beim Antrittsbesuch von MdB Thomas Erndl bei der Bürgermeisterin deutlich.

Für die Osterhofener Tafel und den Kinderschutzbund übernimmt die Stadt die Miete für die Räumlichkeiten. Ausreichend Betreuungsmöglichkeiten in Form von Kindergarten und Kinderkrippen, die Sanierung der vierzügigen Grundschule in Altenmarkt mit dem Neubau der Turnhalle in Planung sowie die bevorstehende Sanierung der Grundschule Vilstal sollen dafür sorgen, dass die Stadt Osterhofen Kindern und ihren Eltern eine lebenswerte Umgebung bietet.

Sorgen bereitet Sedlmeier die Situation in den Ortschaften an der Donau. Aufgrund der Hochwassergefährdung ist in nächster Zeit nicht damit zu rechnen, dass dort gebaut werden kann. „Mir wäre eine schnelle Entscheidung wichtig. Wenn nun jahrelang nicht gebaut werden darf, verlieren wir eine Generation, die gerne bauen möchte, aber nicht darf und deshalb die Dörfer verlassen wird. In einigen Jahren wird ein positiver Bescheid für diese Menschen keine Bedeutung mehr haben, da sie dann bereits wo anders gebaut haben“, so die Bürgermeisterin. „Der Hochwasserschutz muss sicher und rasch umgesetzt werden. Aber er muss auch Luft für die Zukunft lassen“, betont Thomas Erndl.

„Wir sind stark in den Dörfern unterwegs“, betont Sedlmeier. Gerade hier sei der soziale Zusammenhalt von großer Bedeutung. In Altenmarkt soll die Städtebausanierung und in Obergessenbach die umfassende Dorferneuerung für frischen Wind sorgen. Auch für den Osterhofener Bahnhof wünscht sich Sedlmeier noch mehr Investitionen im Bereich „Soziales“: Die Park- & Ride-Anlage sei „sehr schön geworden“, doch ein barrierefreier Ausbau des Bahnhofes ist der Bürgermeisterin wichtig.

Mit über 111 km² ist Osterhofen eine der größten Flächengemeinden Niederbayerns. Trotz der Größe schreiten Breitbandausbau und Straßensanierungen gut voran. Insgesamt sind es 170 Kilometer Straße, um die sich in Osterhofen gekümmert werden muss. „Das ist alles viel Arbeit, auch sind wir in Sachen ILE, ILEK, ISEK und dem Energieeffizienznetzwerk unterwegs. Immer mehr Aufgaben bei gleich bleibendem Personal. Ich bin froh, dass ich ein gutes und fleißiges Team habe“, lobt Sedlmeier die Mitarbeiter des Rathauses und der städtischen Einrichtungen. „Der Zusammenhalt ist in unseren ländlichen Strukturen enorm wichtig und kann dazu beitragen, dass die Menschen hier lieber leben als in den Ballungsräumen“, resümiert Thomas Erndl.

 

Bild: Vor dem Osterhofener Wappen: Bürgermeisterin Liane Sedlmeier (r.) und MdB Thomas Erndl (l.) wollen gut zusammenarbeiten.

 

JS   |   13.04.2018

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