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Großartige Lage, die Investitionen erfordert

Aicha vorm Wald. Ländliche Idylle und doch innerhalb weniger Minuten auf der A3 – von der hervorragenden Lage der Gemeinde Aicha vorm Wald können viele Kommunen nur träumen. Doch gerade im Umgang mit dem Thema Infrastruktur wünscht sich Aichas Bürgermeister Georg  Hatzesberger eine gerechtere Politik. Anlässlich des Antrittsbesuchs von MdB Thomas Erndl erläuterte der Bürgermeister die Lage in Aicha.

Besonders an Aicha sei nicht nur die gute Verkehrsanbindung, sondern auch die Topographie: „Ständig geht es bergauf und bergab, es gibt viele Felsen“, so Hatzesberger. Auch viele Besucher der Westernstadt Pullman City würden die Straßen durch Aicha nutzen. Sowohl der Straßenbau, als auch die Erhaltung der Straßen, würden aufgrund der speziellen Topographie viel Geld in Anspruch nehmen. „Der Winterdienst ist extrem wichtig. Wir haben einen Rekordverbrauch an Streusalz und extreme Frostschäden, aber die Förderung ist sehr gering“, betont der Bürgermeister. Pro Kilometer würde es 1200 Euro Zuschuss geben, in den Ballungsräumen seien es bis zu 4000 Euro.

In Sachen Breitbandausbau „geht es gut voran“. Aktuell laufen noch Baumaßnahmen, man könne mit den Fortschritten zufrieden sein. Im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) wurden Rathaus und Turnhalle saniert. Der energetischen Sanierung der Turnhalle soll nun eine Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED folgen, ein geringerer Energieverbrauch senke Kosten und sei gut für die Umwelt.

„Die Unterstützung beim Unterhalt von Straßen, der Breitbandausbau und spezielle Investitionsprogramme. Der ländliche Raum hat Bedürfnisse und diese dürfen nicht vernachlässigt werden. Deshalb brauchen wir auch ein Heimatministerium auf Bundesebene – um verbleibende Ungerechtigkeiten zwischen Stadt und Land zu beseitigen und um den ländlichen Raum besser in den Fokus zu rücken“, unterstreicht Thomas Erndl.

Auch eine neue Veranstaltungshalle sei laut Hatzesberger „ein riesiges Thema für alle Vereine“. Die sehr aktive Theatergruppe führt ihre Stücke aktuell in Pullman City auf – mit großem Erfolg. Doch sei es „wünschenswert, dass sie wieder in Aicha spielen können. Auch haben wir einen sehr erfolgreichen Schützenverein, der Räumlichkeiten braucht“, so der Bürgermeister. „Diese Gemeinschaft macht ja gerade das Leben auf dem Land so lebenswert und es ist auch die Aufgabe der Politik, diese zu unterstützen und zu erhalten“, fasst Thomas Erndl zusammen.

 

Bild: Bürgermeister Georg Hatzesberger (l.) und MdB Thomas Erndl (r.) im Rathaus in Aicha vorm Wald.

 

JS   |   13.03.2018

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