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Erhalt der Infrastruktur ist größtes Anliegen

Fürstenstein. Für Stephan Gawlik, Bürgermeister der Gemeinde Fürstenstein, steht eine Aufgabe ganz oben auf der Prioritätenliste: der Erhalt der Infrastruktur. „Das rund 60 Kilometer lange Straßennetz muss nach und nach saniert werden, ebenso das Wasser- und Kanalnetz. „Die staatlichen Förderungen sind für uns hier völlig unzureichend oder fehlen ganz“, erklärt Gawlik dem Bundestagsabgeordneten Thomas Erndl bei dessen Gemeindebesuch.

Nachdem Fürstenstein nicht ins Kommunale Investitionsprogramm II aufgenommen wurde, stelle sich nun auch die Frage nach der Finanzierung der dringend notwendigen Sanierung der Dreifachturnhalle. Diese hat überregionale Bedeutung, es finden viele Fußballhallenturniere statt. So kommen hierfür beispielsweise auch Buchungen aus den Landkreisen Freyung-Grafenau oder Deggendorf oder der Stadt Passau. „Der Wegfall der Halle würde eine Flanke reißen“, unterstreicht Gawlik.

Die Dreifachturnhalle ist für Gawlik einer der vordringlichen Wünsche für seine Bürgerinnen und Bürger, die sich in den letzten Jahren über viele positive Entwicklungen in Fürstenstein freuen durften. Eine neue Schule, eine neue Kindertageseinrichtung mit Kinderkrippe, für die bereits ein Anbau in Planung ist, ein Seniorenwohnheim mit betreutem Wohnen und ausreichend Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in der Gemeinde. „Die Infrastruktur muss eben passen, damit die Menschen hier leben möchten. Und so weisen wir ganz aktuell ein neues Baugebiet aus. Mit 33 Parzellen das größte in der Gemeindegeschichte. Und die Nachfrage ist erfreulicherweise sehr groß“, berichtet der Bürgermeister. Und auch für Nammering sei man konkret im entsprechenden Planungsprozess zur Ausweisung eines Baugebiets. Zur gleichen Zeit mache man sich ebenso in Oberpolling entsprechende Gedanken.

Wichtig ist Gawlik das Zusammenleben in der Gemeinde. Fürstenstein hat im Rathaus einen Vereins- und Ehrenamtsbeauftragten ernannt, der mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Vereine sind auch ein wichtiges Thema bei der Arbeit der ILE Passauer Oberland, der Fürstenstein zusammen mit zehn weiteren Kommunen angehört. Gawlik lobt die interkommunale Zusammenarbeit im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung. „Als Abgeordneter, der von Gemeinde zu Gemeinde fährt, freut einen das natürlich, wenn diese gut miteinander arbeiten können“, hält Thomas Erndl fest.

Auch einen kleinen Einblick in die Geschichte gibt der Bürgermeister dem Bundestagsabgeordneten: Vor über 30 Jahren spielte sich das Leben in der Gemeinde hauptsächlich auf dem „Fürstensteiner Berg“ ab. Nach und nach „wanderte“ die Bebauung nach unten und es verblieben nur noch zwei Geschäfte im ursprünglichen Zentrum. Ein weiterer Teil der Gemeinde-Geschichte ist das Schloss Fürstenstein. Einst eine Internatsschule mit internationalem Ruf, wird dort nun einmal im Jahr der überregional anerkannte „Europagipfel“ abgehalten, erst kürzlich mit dem „Vater des Euro“, dem ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel.

Positiv stellte der Bürgermeister heraus, dass es nunmehr mit dem Breitbandausbau gut vorangeht. „Denn nicht nur Straßen sind heute wichtige Lebensadern, sondern auch die Datenautobahn mit Glasfaserkabel“, so Stephan Gawlik. Erfreut zeigten sich der Bürgermeister und sein Gast vor allem auch über die derzeitige gewerbliche Entwicklung. Ortsansässige Unternehmen und Betriebe investieren aktuell sehr intensiv in ihre Zukunft. Auch die unternehmerischen Aktivitäten zeugten von einer attraktiven und lebenswerten Gemeinde, so Thomas Erndl.

 

Bild: Antrittsbesuch in Fürstenstein: MdB Thomas Erndl (l.) bei Bürgermeister Stephan Gawlik (r.).

Team TE   |   24.05.2018

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