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Unterwegs mit Manfred Weber

Schönberg. Die Europäische Union und ihre Zukunft – ein heiß diskutiertes Thema, nicht nur in Deutschland. Nationalistische Bewegungen befeuern Zweifel an einer gemeinsamen europäischen Zukunft. Die Briten haben sich mit dem Brexit gegen einen weiteren Weg als EU-Mitglied entschieden. Dass Europa überall ist, das haben der Europaabgeordnete Manfred Weber, CSU-Bundestagskandidat Thomas Erndl und Schönbergs Bürgermeister Martin Pichler gezeigt. Zunächst trafen sich die CSU-Politiker mit der Familie Schon, die das Familienhotel Schreinerhof betreibt, danach ging es weiter zur Veranstaltung „auf eine Brotzeit mit Manfred Weber“ im Pleintinger-Stadl.

Der Schreinerhof wuchs unter der Familie Schon vom Bauernhof zum vier Sterne Superior Familotel. Auch bei diesem familiengeführten Betrieb, den Manfred Weber als „Leuchtturm“ bezeichnet, kommt die EU ins Spiel: Das Hotel wurde mit Hilfe des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“, kurz EFRE, gefördert. Abgewickelt wurde die Förderung über die Regierung von Niederbayern. Familie Schon setzt beim Marketing auf Maßnahmen im digitalen Bereich. „Man sieht, dass die Unternehmer im Bayerischen Wald up to date sind“, hält Thomas Erndl fest.

Bei der anschließenden Veranstaltung im Pleintinger-Stadl stellten sich Weber und Erndl den Fragen des Publikums. Dabei stand das Thema „EU und Europa“ stets im Fokus. Weber legt dar, dass Niederbayern in Sachen Arbeitslosigkeit und Einkommen die Nummer eins in der EU sei. Aufgrund der ebenfalls niedrigen Arbeitslosenquote in Tschechien, würden sich Niederbayern und die Tschechische Republik mittlerweile ein Problem teilen: den Mangel an Arbeitskräften. Der Export stelle eine enorme Bedeutung für Niederbayern dar, schon allein deshalb „müssen wir uns umschauen, was auf der Welt passiert“, so Weber. Erndl und Weber betonen beide, dass anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahlen eine Entscheidung für Stabilität in unruhigen Zeiten notwendig sei. Diese Stabilität garantiere die CDU/CSU mit Angela Merkel als Kanzlerin. Bei einer Frage nach dem Umgang mit der Türkei unter Erdogan, setzen die Politiker auf Besonnenheit in Verbindung mit klaren Positionen. Weber spricht sich für einen Abbruch der Gespräche aus, mahnt aber zugleich einen fairen und kooperativen Umgang mit der Türkei an, da man das Land als Kooperationspartner, z.B. im Umgang mit dem Konflikt in Syrien, brauche. Auch im Umgang mit Großbritannien gehe es nicht darum, die Briten zu bestrafen, sondern darum, dass es keine „Rosinenpickerei“ geben dürfe.

Weber kritisiert die nationalistischen Kräfte in Deutschland und im europäischen Ausland, welche gegen die Europäische Union arbeiten. Auch der Angst vor schnellen Entwicklungen im Zuge der Globalisierung hat Manfred Weber etwas entgegenzusetzen: „Bildung, Bildung, Bildung“. Erndl erläutert, dass alleine in seinem Wahlkreis über 110 Millionen Euro in die berufliche Bildung investiert werden. Die Rede des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker zur Lage der Europäischen Union sieht Manfred Weber vor allem als eine positive Ansage nach Erschütterungen wie dem Brexit. Die Botschaft laute: „Packen wir es wieder an.“ CSU-Bundestagskandidat Erndl freut sich über das große Interesse am Thema Europa: „Egal ob jung oder alt, wir haben heute gesehen, dass die EU die Menschen bewegt. Unsere Zuhörer haben gezeigt, dass sie auch über den Tellerrand schauen können und wollen.“

 

Bild: Die EU war das zentrale Thema beim „Stadlgespräch“ (v.l.): Bürgermeister Martin Pichler, CSU-Bundestagskandidat Thomas Erndl, MdEP Manfred Weber, MdB Barthl Kalb.

Team TE   |   17.09.2017

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