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Qualität braucht heimische Landwirtschaft

Neureichenau. Zusammen mit Albin Gigl, dem Kreisvorsitzenden des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) und Georg Rodler, dem stellvertretenden Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), hat CSU-Bundestagskandidat Thomas Erndl den Milchviehbetrieb der Familie Jäger besichtigt. Der Hof beherbergt 120 Milchkühe und mit einer Photovoltaikanlage auf dem Stalldach sowie einer Biogasanlage blickt der Betrieb auch in die Zukunft. „Auch wenn ich aus einer anderen Branche komme, ist mir die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft bewusst. Sollte ich gewählt werden, sehe ich mich als Bundestagsabgeordneter auch als Anwalt unsere Landwirte“, so der Elektroingenieur Erndl. 

Viele Baustellen beschäftigen derzeit die Milchbauern, die dringendste ist die Stabilisierung des Milchpreises. In den letzten Jahren kam es mehrfach zu Milchpreiskrisen, welche die Milchproduktion für einige Landwirte unprofitabel machte. Da sich das Terrain des Bayerischen Waldes und der umliegenden Ackerflächen nur für wenige landwirtschaftliche Nutzungsarten eignet, ist die Viehhaltung eines der wichtigsten Standbeine der Niederbayerischen Landwirtschaft. Am stärksten dem Risiko ausgesetzt sind Betriebe, die in einen modernen Stall investiert haben. Eine drohende Folge davon wäre das Aussterben der Milchbauern, welche nicht nur für die Versorgungsunabhängigkeit der deutschen Nahrungsmittelindustrie, sondern auch für die Pflege von landwirtschaftlichen Flächen von großer Bedeutung sind. Erndl dazu: „Qualität braucht heimische Landwirtschaft. Wir dürfen unsere Milchbauern nicht hängen lassen.“

Auch die Sturmschäden der vergangenen Wochen stellen eine Herausforderung für die örtliche Land- und Forstwirtschaft dar sowie der Balanceakt zwischen ökonomischer Landwirtschaft und Umweltschutz. Bei der Besichtigung des Hofes wird der Wunsch nach Maßnahmen, die den praktizierenden Bauern helfen und eine Übergabe an folgende Generationen möglich machen, geäußert. Erndl versichert, „dass die Sicherung der Existenzen der heimischen Versorger ganz oben auf der Liste“ stehe.

 

Bild: Besichtigung des Milchviehbetriebs der Familie Jäger. V.l.n.r.: Georg Rodler, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands für Freyung-Grafenau, Siegfried Jäger jun., CSU-Bundestagskandidat Thomas Erndl, Albin Gigl, Kreisvorsitzender des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter für Freyung-Grafenau sowie die beiden stellvertretenden Betriebsleiter Lukas Jäger und Andreas Jäger.

Team TE   |   06.09.2017

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