Meldungen



Innovation made in Niederbayern

Deggendorf. Die Innovationskraft der Region stand im Mittelpunkt des Besuchs von Stefan Müller, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Zusammen mit CSU-Bundestagskandidat Thomas Erndl, Oberbürgermeister Christian Moser, dem JU-Kreisvorsitzenden Tobias Beer und CSU-Listenkandidat Hans Kriegl, war Müller bei der b-plus GmbH und deren Tochterfirma, der b-plus automotive GmbH, zu Gast. Anschließend ging es in Deggendorf weiter zum Bürgergespräch im Café Bredl.

Im Unternehmergespräch erklärten die Geschäftsführer Michael Sieg und Josef Behammer zunächst den Tätigkeitsbereich ihres Unternehmens. Durchgängige und sichere Schlüsseltechnologien für automatisiertes Fahren und Mobile Automation sind aktuelle Aufgabenfelder. Die Zukunft ihrer Firma sehen die Geschäftsführer darüber hinaus im Bereich des autonomen Fahrens. Die Integration von leistungsfähigen Rechnern ins Fahrzeug zur Aufzeichnung von Messdaten ist ein zentraler Aspekt. Gegründet wurde b-plus 1996 und beschäftigt mittlerweile ca. 140 Mitarbeiter. Die Firma verfügt über Standorte in Deggendorf, Regensburg und Lindau sowie über Vertriebsbüros in Bamberg und Hamburg. Die Geschäftsführer schätzen den Standort Deggendorf sowohl von der Lage her, als auch von den Kontakten, wie zum Beispiel zur IHK und zur TH Deggendorf. Als Chance sehen Sieg und Behammer, dass die Firma konzernunabhängig arbeite, dies bringe auch mehr Offenheit für Innovationen mit sich. „Die Technik ist da – man muss es nur tun“, hielt Geschäftsführer Sieg fest. Das Unternehmen schaut stets Richtung Zukunft, der Innovationsgeist wurde auch schon im Rahmen diverser Förderprojekte bewiesen.

Die Politiker zeigten sich begeistert von der nach vorne gewandten Ausrichtung. Staatssekretär Müller betonte, Deutschland würde in Sachen Innovationen sehr gut dastehen, man würde die Lage oft schlechter reden, als sie tatsächlich sei. Bei den Patentanmeldungen seien die Deutschen beispielsweise Europameister. Wenn man mehr Geld für die Forschung ausgebe, so stelle sich immer auch die Frage „wofür?“, so Müller weiter. Dabei sei es wichtig, konkrete Ziele zu setzen. Müller sprach sich für Steuernachlässe im Bereich der Forschung aus. Gerade bei den kleineren und mittleren Unternehmen, sei oft noch großes Potential für Innovationen im Bereich der Digitalisierung vorhanden. Man müsse die Brücke zwischen den KMUs und Forschung schließen. Für Bundestagskandidat Thomas Erndl war der Besuch eine Art „berufliches Heimspiel“: Als Elektroingenieur, der bis vor kurzem im Bereich der Automobilelektronik in der Halbleiterindustrie tätig war, arbeitete auch Erndl im Feld der digitalen Innovation.

Anschließend fand im Café Bredl ein Bürgergespräch mit Stefan Müller statt. Der Staatssekretär arbeitete dabei drei zentrale Themen heraus. Zunächst ging es um die Integration von Flüchtlingen. Es müssten Regeln gefunden werden, falls sich die Situation von 2015 wiederholen würde. Ein weiterer Punkt sei, dass es Deutschland auch in zehn Jahren gut gehen solle. Im Vergleich zu den letzten zehn Jahren hätte sich in Deutschland vieles in eine positive Richtung entwickelt, dies solle auch so bleiben. Als letzten Aspekt nannte Müller die Entwicklung der mittelständischen Wirtschaft. Der Staatssekretär hob die Bedeutung des dreigliedrigen Schulsystems in Bayern hervor. Erndl unterstrich, dass mehr als 110 Millionen Euro im Wahlkreis Deggendorf in die Berufsschulen fließen würden, damit auch die berufliche Bildung zukunftsfähig aufgestellt werde. 

 

Bild: Das Thema Innovation stand im Mittelpunkt des Unternehmergesprächs bei b-plus (v.l.n.r.): Oberbürgermeister Christian Moser, Geschäftsführer Josef Behammer, CSU-Bundestagskandidat Thomas Erndl, der JU-Kreisvorsitzende Tobias Beer, Staatssekretär Stefan Müller, Geschäftsführer Michael Sieg.

Team TE   |   15.09.2017

Neuigkeiten